Eltern-Kind-Training

In vielen Familien bauen sich über Monate und Jahre hinweg Kommunikationsbarrieren auf, die nur schwer zu durchbrechen sind. Sprachlosigkeit und Eskalationen werden Teil des Alltags und bedürfen oftmals eines Außenstehenden, um eine Veränderung einzuleiten.

Das Eltern-Kind-Trainingfördert und intensiviert die Eltern-Kind-Beziehung durch erlebnispädagogische Übungen. Im Vordergrund steht das beidseitige Verhalten in gemeinsam gestalteten Aktivitäten zwischen Eltern und ihren Kindern. Dabei werden die Familienmitglieder immer wieder mit ihrem Handeln konfrontiert, um sich damit auseinander zu setzen. Das bedeutet, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern ihre Verhaltensmuster reflektieren müssen.

Interkulturelle Kompetenzen

Beim Eltern-Kind-Trainingwerden auch interkulturelle Kompetenzen eingeübt, die vor allem im Hinblick auf die Vielfalt wichtig ist. Nicht nur, wenn es um die unterschiedliche Herkunft eines Menschen geht, sondern auch in Bezug auf unterschiedliche Sicht- und Verhaltensweisen. Toleranz und Respekt können nur durch gegenseitiges Kennenlernen, Verstehen und Einfühlungsvermögen erlangt werden. Das einzuüben ist auch wichtig

Das Training basiert auf Grundlage der konfrontativen und autoritativen Pädagogik. Die konfrontative Pädagogik arbeitet nach dem Prinzip der Notwendigkeit, um soziale Regel- und Normverletzungen in dem Moment anzusprechen und die konsequente Einhaltung von Absprachen einzufordern, wenn Regelverletzungen stattfinden. Eltern lernen Regelverstöße sofort anzusprechen, um eine Vertrauensbasis zu schaffen. Wird die Konfrontation angenommen, erfolgt die Auseinandersetzung über das Warum. Alternative Verhaltensweisen können nun erarbeitet werden. Die Teilnehmer/innen können Lösungen vorschlagen, um zukünftige Verstöße zu vermeiden. So werden Verhaltensmuster eingeübt, die im Alltag abgerufen werden können.

Ziele des Eltern-Kind-Trainings

Das Training soll Eltern und Kinder füreinander sensibilisieren und ihnen ein besseres Verständnis für ihre gegenseitigen Interessen, Anliegen und Probleme. Außerdem werden ihnen im Rahmen der Übungen neue sprachliche wie methodische Instrumente zur Kommunikation und Interaktion im Umgang miteinander vermittelt. Die Beziehung wird durch die gemeinsame Aktivität gefestigt und durch die positiven Erlebnisse gestärkt.

Das Eltern-Kind-Trainingbeinhaltet die gezielte Förderung einzelner Verhaltensbereiche und Themen:

  • Eltern-Kind Beziehungsgestaltung
  • Aktivierung und Hinterfragen des eigenen Handelns
  • Ausbau der sozialen Kompetenz
  • Üben einer besseren Selbstwahrnehmung
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Rolle
  • Förderung emotionaler und körperlicher Wahrnehmung
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstsicherheit
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt und Aggression
  • Erleben sinnvoller Freizeitgestaltung
  • Entwicklung von Tagesstrukturen

Das Training umfasst acht Einheiten und findet je zwei Stunden pro Woche statt. Zusätzlich ist jeweils eine Stunde pro Trainer für die Vor- und Nachbereitung der einzelnen Trainings vorgesehen. Damit entsteht eine Gesamtzeit für eine Trainingswoche von sechst Stunden für zwei Trainer pro Gruppe.

Themen

ANSPRECHPARTNERIN:

V. Rademacher

Pädagogin/Soziologin (BA)
Fachbereichsleitung für Bildung und Prävention, Systemische Anti-Gewalt-Trainerin SAGT®

0234 459669-40
0234 459669-99

01522 8773495
v.rademacher@planb-ruhr.de