Viel mehr als eine Kleiderkammer

Wenn geflüchtete Menschen in Deutschland ankommen, haben sie häufig nicht mehr dabei, als die Kleidung, die sie am Körper tragen. Als sich die Situation im Jahr 2015 dramatisch zuspitzte, reagierte PLANB sofort und richtete eine Kleiderkammer ein, um die Flüchtlinge mit dem Notwendigsten auszustatten. Heute ist die Kleiderkammer viel mehr als nur eine Warenausgabe.

Am Anfang musste alles schnell gehen. Als im Jahr 2015 die Kleiderkammer gegründet wurde, ging es vor allem darum auf die Notlage der Flüchtlinge zu reagieren. Deshalb wurde kurzerhand das Dachgeschoss von PLANB in der Alleestraße zu einer Kleiderkammer umfunktioniert. Im Dezember gelang es dann mit großer Unterstützung der Stadt Bochum eine längerfristige Bleibe für die Kleiderkammer an der Greisenbruchstraße 9 einzurichten. Seitdem bieten wir hier auf einer Fläche von 240 Quadratmetern und auf zwei Etagen geflüchteten Menschen aus Bochum und Umgebung Kleidung, Hygieneartikel oder auch Spielsachen für ihre Kinder.

Ins Gespräch kommen

Die Kleiderkammer ist eine Einrichtung des Zentrums der Vielfaltauf der Alleestr. 46, Bochum. Neben den vom Jobcenter geförderten Teilzeitstellen (Soziale Teilhabe) engagieren sich zurzeit acht ehrenamtliche Helfer, um das Angebot der Kleiderkammer sicherzustellen.

Oft genug sind es auch die Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, die die Chance nutzen, um in der Kleiderkammer zu helfen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern oder Anschluss zu finden. So hat sich die Kleiderkammer zu einem Ort entwickelt, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen und engagieren. Ein Platz, an dem Bekanntschaften geknüpft wurden und sich Freundschaften entwickelt haben.

Großes Engagement

Aber auch ohne die vielen Spenden von Bochumer Bürgerinnen und Bürgern wäre das nicht möglich gewesen. Ob Schuhe, Hosen, Pullover, Mützen, Sportkleidung, Schulmaterial, Decken, Geschirr oder Kinderwagen, Spielzeug und Bilderbücher, nur weil so viele Menschen mit ihren Spenden den Weg zu uns gefunden haben, ist es überhaupt möglich den hohen Bedarf zu decken.

Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich für Ihren Einsatz und Ihre Spenden bedanken.

Momentan benötigen wir keine Spenden!

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Stephanie Lenz

Team Flüchtlingsarbeit

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