Home / Bildungswerk / Fort- und Weiterbildungen / CCTQ
Inhouse-Fortbildungen
passgenau. Praxisnah. Wirksam.
Inhouse-Fortbildungen werden konsequent an den realen Bedarfen von Einrichtungen ausgerichtet. Ziel ist die Entwicklung eines maßgeschneiderten Angebots, das sich an Zielgruppen, Arbeitskontexten und fachlichen Herausforderungen orientiert. Klare Zielorientierung wird dabei mit hoher Praxisnähe und unmittelbarer Umsetzbarkeit im Alltag verbunden.
Neben den offen buchbaren Fortbildungen, die ebenfalls als Inhouse-Format durchgeführt werden können, stehen zusätzliche Themenschwerpunkte zur Verfügung, die ausschließlich individuell für Einrichtungen konzipiert werden. Dadurch entsteht ein erweitertes Angebotsspektrum, das gezielt auf spezifische Anforderungen zugeschnitten ist.
themenüberblick
Mobbing für päsagogische Fachkräfte
Mobbing ist im pädagogischen Alltag deutlich präsenter, als es auf den ersten Blick scheint. Wissenschaftliche Studien zeigen ein differenziertes, aber insgesamt klares Bild: Die internationale OECD-Studie PISA weist darauf hin, dass rund 23 % der 15-jährigen Schüler:innen regelmäßig Mobbingerfahrungen machen. Gleichzeitig zeigen Studien aus dem deutschsprachigen Raum sowie Meta-Analysen (u. a. im Kontext von WHO-HBSC-Erhebungen), dass bis zu ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen im Verlauf ihrer Schulzeit in Mobbingprozesse involviert ist – als Betroffene, Beteiligte oder Zeug:innen. Einzelne Untersuchungen kommen, je nach Definition und Erhebungsmethode, sogar auf noch höhere Lebenszeitprävalenzen.
Diese Spannbreite ist fachlich erklärbar: Mobbing wird häufig erst dann erfasst, wenn es bereits deutlich sichtbar ist. Subtile Formen – etwa soziale Ausgrenzung, wiederholte Abwertung oder digitale Angriffe – bleiben lange unerkannt, obwohl sie für Betroffene erhebliche Auswirkungen haben.
Im pädagogischen Alltag entstehen solche Dynamiken selten abrupt. Häufig entwickeln sie sich aus wiederkehrenden Kommunikationsmustern: indirekte Konflikte, fehlende Klärung, uneindeutige Reaktionen oder gruppendynamische Prozesse, in denen sich Rollen verfestigen. Aus einzelnen Situationen entstehen stabile Muster mit klaren Positionen innerhalb der Gruppe – Betroffene, ausübende Personen, Mitwirkende und passive Beobachtende. Für Fachkräfte bedeutet das eine anspruchsvolle Ausgangslage: Es braucht eine präzise Einordnung, um frühzeitig handeln zu können, ohne Dynamiken unbeabsichtigt zu verstärken.
Die Auswirkungen sind gut belegt: Betroffene Kinder und Jugendliche zeigen signifikant häufiger psychosomatische Beschwerden, Angst, depressive Symptome und schulische Beeinträchtigungen. Gleichzeitig verändert sich auch das Gruppengefüge insgesamt – Vertrauen sinkt, Lern- und Entwicklungsprozesse werden gestört und pädagogische Arbeit wird deutlich erschwert.
Die Fortbildung greift diese Zusammenhänge gezielt auf und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreter Handlungssicherheit. Sie vermittelt ein fundiertes Verständnis dafür, wie Mobbing entsteht, welche Dynamiken und Funktionen es innerhalb von Gruppen einnimmt und woran sich erste Warnsignale erkennen lassen.
Im Fokus stehen dabei unter anderem:
- Erscheinungsformen von Mobbing (direkt, indirekt, relational, Cybermobbing)
- Gruppendynamiken und Rollenentwicklungen
- typische Verlaufsphasen von Mobbingprozessen
- klare Kriterien zur Abgrenzung von Konflikt und Mobbing
- Warnsignale auf individueller und gruppenbezogener Ebene
- strukturierte Interventionsansätze für akute Situationen
- professionelle Gesprächsführung mit Betroffenen und Beteiligten
- Arbeit mit Gruppen zur Unterbrechung bestehender Dynamiken
- präventive Gestaltung stabiler sozialer Strukturen
Durch diese Verbindung aus fundierter Einordnung und konkreten Handlungsansätzen entsteht mehr Sicherheit im Umgang mit komplexen sozialen Situationen. Dynamiken können früher erkannt, klarer bewertet und gezielter bearbeitet werden – sowohl im Einzelfall als auch auf Gruppenebene.
Quellen
- OECD – Ergebnisse zu Mobbingerfahrungen von Schüler:innen
- WHO – internationale Daten zu Gesundheit und Mobbing bei Kindern und Jugendlichen
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Studien und Berichte zu Gewalt und Mobbing im Kindes- und Jugendalter
- UNESCO (2019) – globale Analyse zu Ausmaß und Auswirkungen von Mobbing
- Olweus Bullying Prevention Program – Grundlagenforschung zu Mobbingdynamiken und Prävention
Mobbingprävention am Arbeitsplatz
Mobbing ist in der freien Wirtschaft kein Randthema. Studien zeigen, dass zwischen 15 % und 25 % der Beschäftigten im Laufe ihres Berufslebens von Mobbing betroffen sind, während ein deutlich größerer Anteil entsprechende Situationen beobachtet oder indirekt daran beteiligt ist. Untersuchungen u. a. der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie europäische Erhebungen der EU-OSHA machen deutlich, dass psychische Belastungen durch soziale Konflikte und Mobbing zu den zentralen Risikofaktoren in Organisationen zählen.
In der Praxis entstehen Mobbingprozesse selten durch einzelne Eskalationen, sondern entwickeln sich schrittweise aus problematischen Kommunikations- und Führungsstrukturen. Unklare Zuständigkeiten, fehlende Feedbackkultur, indirekte Konfliktbearbeitung oder widersprüchliche Erwartungen begünstigen Spannungen im Team. Diese äußern sich zunächst in wiederkehrenden Reibungen, subtilen Abwertungen oder informellen Machtverschiebungen. Bleiben solche Dynamiken unbeachtet, können sie sich zu stabilen Mustern entwickeln: Einzelne Mitarbeitende werden systematisch ausgegrenzt, kritisiert oder in ihrer Rolle geschwächt, während andere diese Prozesse aktiv oder passiv mittragen.
Die Folgen sind für Unternehmen unmittelbar spürbar. Studien zeigen Zusammenhänge mit steigenden Fehlzeiten, sinkender Produktivität, erhöhter Fluktuation und einer Verschlechterung des Betriebsklimas. Gleichzeitig entsteht für Führungskräfte und Teams oft eine hohe Unsicherheit im Umgang mit solchen Situationen: Wann handelt es sich um einen „normalen“ Konflikt – und wann um einen strukturellen Prozess, der aktives Eingreifen erfordert?
Die Fortbildung setzt genau an diesen Herausforderungen an und schafft Klarheit in der Einordnung sowie Sicherheit im Handeln. Sie vermittelt ein fundiertes Verständnis dafür, wie Mobbing in Organisationen entsteht, welche Dynamiken sich innerhalb von Teams entwickeln und welche Rolle Kommunikation, Führung und Unternehmenskultur dabei spielen.
Im Fokus stehen dabei unter anderem:
- Formen von Mobbing im Arbeitskontext: offene und verdeckte Angriffe, soziale Ausgrenzung, strukturelle Benachteiligung, digitale Formen
- Teamdynamiken und Rollen: wie sich Dynamiken in Teams aufbauen und stabilisieren
- Verlaufsprozesse: von ersten Spannungen bis hin zu verfestigten Mobbingstrukturen
- Abgrenzung: klare Kriterien zur Unterscheidung von Konflikt, schwieriger Zusammenarbeit und Mobbing
- Früherkennung: typische Warnsignale auf individueller, teambezogener und organisationaler Ebene
- Intervention: strukturierte Vorgehensweisen für Führungskräfte und Mitarbeitende
- Gesprächsführung: in angespannten Situationen, mit Betroffenen und im Teamkontext
- Prävention: Aufbau klarer Kommunikationsstrukturen, Feedbackkultur und transparenter Prozesse
Durch die Verbindung aus wissenschaftlicher Einordnung und konkreten Handlungsansätzen entsteht mehr Sicherheit im Umgang mit sozialen Spannungen im Arbeitsalltag. Teams und Führungskräfte werden in die Lage versetzt, Dynamiken frühzeitig zu erkennen, klar zu benennen und wirksam zu bearbeiten – bevor sich daraus langfristige Belastungen für Menschen und Organisation entwickeln.
Quellen
- Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
- EU-OSHA
- European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions – Arbeitsbedingungen in Europa
- Workplace Bullying Institute – internationale Daten zu Workplace Bullying
Gewaltschutz
Die Fortbildung vermittelt konkrete, praxisnahe Inhalte entlang typischer Gewalt- und Eskalationssituationen im Arbeitsalltag. Dabei werden sowohl Situationen im Kontakt mit Klient:innen als auch Dynamiken innerhalb von Teams und Organisationen berücksichtigt.
Im Fokus stehen insbesondere:
- Formen von Gewalt und Grenzverletzungen:
Differenzierung zwischen verbaler, psychischer, körperlicher und struktureller Gewalt sowie subtilen Grenzverschiebungen im Alltag - Entstehung und Dynamiken von Gewaltprozessen:
Eskalationsverläufe, Auslöser und Verstärker (z. B. Kommunikationsmuster, Machtverhältnisse, Stressoren)
Einordnung anhand von Eskalationsmodellen (z. B. nach Friedrich Glasl) - Früherkennung von Risiken:
Typische Warnsignale auf individueller, interaktionaler und gruppendynamischer Ebene
Sensibilisierung für Vorboten von Eskalation - Professionelle Deeskalation:
Konkrete Strategien zur Beruhigung von Situationen
Steuerung von Dynamiken durch Sprache, Haltung und Verhalten
Umgang mit Provokationen, Widerstand und emotional aufgeladenen Situationen - Handlungssicherheit in akuten Situationen:
Klare Interventionsschritte bei eskalierenden oder bereits eskalierten Situationen
Schutz von Beteiligten und Selbstschutz
Grenzen des eigenen Handelns erkennen und nutzen - Gesprächsführung im Gewaltschutzkontext:
Strukturierte Gespräche mit Betroffenen, Beteiligten und Gruppen
Klärung, Konfrontation und Stabilisierung nach Vorfällen - Reflexion der eigenen Rolle und Haltung:
Wirkung des eigenen Auftretens in angespannten Situationen
Umgang mit eigenen Emotionen, Triggern und Stressreaktionen - Struktureller Gewaltschutz in Organisationen:
Entwicklung und Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten
Klare Abläufe, Zuständigkeiten und Dokumentationswege
Umgang mit Vorfällen im Team und in der Organisation - Prävention im Alltag:
Gestaltung von sicheren Rahmenbedingungen
Aufbau klarer Regeln, Transparenz und Verlässlichkeit
Förderung eines respektvollen und stabilen Miteinanders
Die Inhalte sind darauf ausgerichtet, konkrete Orientierung und Handlungsfähigkeit in realen Situationen zu schaffen – sowohl im direkten Kontakt mit Menschen als auch auf struktureller Ebene innerhalb von Organisationen.
erweiterung Risikoanalyse und Schutzkonzeptentwicklung
Die Fortbildung kann gezielt um einen vertiefenden Baustein zur Risikoanalyse und Entwicklung von Gewaltschutzkonzepten erweitert werden. Dieser richtet sich insbesondere an Einrichtungen und Organisationen, die Gewaltschutz nicht nur situativ bearbeiten, sondern strukturell und nachhaltig verankern möchten.
Im Mittelpunkt steht die systematische Auseinandersetzung mit eigenen Risiken, Strukturen und Verantwortlichkeiten. Dabei wird gemeinsam herausgearbeitet, an welchen Stellen im Arbeitsalltag besondere Gefährdungspotenziale bestehen – sowohl im direkten Kontakt mit Klient:innen als auch innerhalb von Teams und organisationalen Abläufen.
Erweiterungsinhalte im Überblick:
- Durchführung von Risikoanalysen:
Identifikation von Risikobereichen entlang zentraler Prozesse (z. B. Aufnahme, Betreuungssituationen, Übergänge, Krisensituationen)
Analyse von räumlichen, strukturellen und personellen Risikofaktoren - Reflexion organisationaler Rahmenbedingungen:
Prüfung bestehender Strukturen, Regeln und Kommunikationswege
Umgang mit Machtverhältnissen, Abhängigkeiten und Rollenklärungen - Entwicklung eines einrichtungsspezifischen Gewaltschutzkonzepts:
Definition von Leitlinien, Haltungen und Zielen
Festlegung klarer Interventionsabläufe bei Vorfällen
Entwicklung transparenter Melde- und Dokumentationswege - Verankerung im Arbeitsalltag:
Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
Integration in bestehende Prozesse und Qualitätsmanagement
Sicherstellung von Verbindlichkeit und Umsetzbarkeit - Partizipation und Perspektivenvielfalt:
Einbindung von Mitarbeitenden, ggf. Klient:innen und weiteren relevanten Akteur:innen
Berücksichtigung unterschiedlicher Bedarfe und Schutzperspektiven - Umgang mit Vorfällen auf struktureller Ebene:
Nachsorge, Aufarbeitung und Lernen aus Vorfällen
Entwicklung von Feedback- und Verbesserungsprozessen
Stationäre Jugendhilfe - fit für die Praxis
Diese modulare Fortbildungsreihe vermittelt fundiertes Fachwissen und konkrete Handlungssicherheit für die Arbeit in der teil- und stationären Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe für Minderjährige. Die Module und Themen sind thematisch abgeschlossen und einzeln oder kombiniert buchbar, sodass sich individuelle Lernwege flexibel gestalten lassen.
Die Inhalte verbinden fachliche Grundlagen mit direkt umsetzbaren Methoden und orientieren sich an den realen Anforderungen des pädagogischen Alltags. Das Angebot ist für neue und erfahrene Fachkräfte geeignet: Während neue Mitarbeitende eine strukturierte Orientierung im Arbeitsfeld erhalten, bietet die Fortbildung erfahrenen Fachkräften die Möglichkeit, ihr Wissen zu aktualisieren, ihre Praxis zu reflektieren und ihre Handlungssicherheit gezielt zu erweitern.
Inhalte der Module
Modul 1: Arbeitsfeld und Systemverständnis
- Grundlagen und Entwicklung der erzieherischen Hilfen
- Akteure, Rollen und Zusammenarbeit im Hilfesystem
- Pädagogische Grundhaltungen und Leitbilder
- Inklusion und Qualitätsentwicklung
- Strukturen von Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Bildungssystem
Modul 2: Rechtliche Rahmenbedingungen
- Jugendschutzgesetz
- Freiheitsentziehende Maßnahmen (§ 1631b BGB)
- Arbeitsrechtliche Grundlagen
- Zentrale Inhalte des SGB VIII
Modul 3: Adressatenbezogenes Wissen und Kontextverständnis
- Unterschiedliche Lebenswelten und Diversität
- Entwicklungspsychologische Grundlagen und Sozialisation
- Psychische Gesundheit und komplexe Hilfebedarfe
- Gesundheit, Körper und Ernährung
- Gruppendynamiken in stationären Settings
- Aufnahme- und Entlassungsprozesse
Modul 4: Professionelles Handeln im Alltag
- Gesprächsführung und Beratungsansätze
- Biographiearbeit
- Sozialpädagogische Diagnostik
- Gestaltung professioneller Beziehungen
- Deeskalation, Konfliktmanagement und Gewaltprävention
Modul 5: Schutz von Minderjährigen in Einrichtungen
- Kinderrechte und Kindeswohl
- Rahmenbedingungen der Betriebserlaubnis
- Schutzkonzepte und institutionelle Verantwortung
- Beschwerdestrukturen und Beteiligungsmöglichkeiten
- Selbstvertretung von jungen Menschen
- Zusammenarbeit mit Fachstellen
Interkulturelle Öffnung und Kultursensibilität
Gesellschaftliche Vielfalt ist längst Realität – in Teams, Organisationen und in der Arbeit mit Klient:innen. Unterschiedliche kulturelle Prägungen, Werte, Kommunikationsstile und Lebenserfahrungen treffen aufeinander und beeinflussen Wahrnehmung, Erwartungen und Verhalten im Alltag. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass genau hier häufig Unsicherheiten entstehen: Verhalten wird unterschiedlich interpretiert, Missverständnisse häufen sich und gewohnte Handlungsstrategien greifen nicht immer. Das kann Zusammenarbeit erschweren, Beziehungen belasten und den Zugang zu Angeboten oder Unterstützungsleistungen beeinträchtigen.
Interkulturelle Öffnung und kultursensibles Arbeiten setzen an diesen Herausforderungen an. Im Mittelpunkt steht nicht das Erlernen von „Kulturwissen“, sondern die Entwicklung einer professionellen Haltung und die Fähigkeit, mit Unterschiedlichkeit reflektiert und sicher umzugehen. Entscheidend ist dabei die Auseinandersetzung mit der eigenen Perspektive sowie das Verstehen von Dynamiken, die in vielfältigen Kontexten wirksam sind.
Die Fortbildung verbindet fachliche Grundlagen mit konkreten Anwendungsbezügen und legt den Fokus auf Wahrnehmung, Reflexion und Handlungssicherheit im Alltag.
Zentrale Inhalte sind dabei:
- Grundlagen von Kultur und Diversität
- Kultur als dynamisches, veränderbares Konzept
- Transkulturalität und Mehrfachzugehörigkeiten
- Einfluss von Biografie und sozialem Kontext
- Reflexion der eigenen Perspektive
- Eigene Prägungen, Werte und Normen erkennen
- Umgang mit Vorannahmen und Zuschreibungen
- Wirkung der eigenen Haltung im beruflichen Handeln
- Umgang mit dem „Fremden und Eigenen“
- Mechanismen von Zugehörigkeit und Abgrenzung
- Umgang mit Unsicherheit und Irritation
- Entwicklung von Perspektivwechseln
- Kommunikation im interkulturellen Kontext
- Unterschiedliche Kommunikationsmuster verstehen
- Missverständnisse erkennen und auflösen
- Klar und anschlussfähig kommunizieren
- Umgang mit herausfordernden Situationen
- Wertekonflikte und kulturell geprägte Spannungen
- Professioneller Umgang mit diskriminierenden Äußerungen
- Handlungsfähigkeit in komplexen Situationen bewahren
- Interkulturelle Öffnung von Organisationen
- Zugangshürden und strukturelle Barrieren identifizieren
- Reflexion von Abläufen, Regeln und Angeboten
- Entwicklung inklusiver und anschlussfähiger Strukturen
- Transfer in den Arbeitsalltag
- Kultursensible Gestaltung von Beziehungen und Angeboten
- Sicherheit im Umgang mit Vielfalt im beruflichen Kontext
- Verbindung von Haltung, Wissen und konkretem Handeln
Durch diese Verbindung aus Reflexion, fachlicher Einordnung und konkreten Ansätzen entsteht mehr Klarheit im Umgang mit Vielfalt. Unterschiedliche Perspektiven können besser eingeordnet, Kommunikation bewusster gestaltet und Strukturen so weiterentwickelt werden, dass sie vielfältigen Lebensrealitäten gerecht werden.
Professionelle Kommunikation
Professionelle Kommunikation ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Zusammenarbeit – und zugleich eine der häufigsten Ursachen für Missverständnisse, Reibungsverluste und Konflikte. Unklare Erwartungen, fehlende Transparenz und unterbrochene Informationsflüsse führen dazu, dass Abstimmungen nicht greifen, Spannungen entstehen und Prozesse ineffizient werden. Die Fortbildung setzt genau hier an und stärkt die Fähigkeit, Kommunikation klar, strukturiert und wirksam zu gestalten – auch in herausfordernden Situationen.
Zentrale Inhalte sind dabei:
- Grundlagen professioneller Kommunikation
- Kommunikationsmodelle und Wirkmechanismen
- Sach- und Beziehungsebene verstehen
- Wirkung von Sprache, Haltung und nonverbaler Kommunikation
- Klarheit und Struktur in Gesprächen
- Anliegen präzise formulieren
- Gespräche zielgerichtet steuern
- Verbindlichkeit in Absprachen herstellen
- Aktives Zuhören und Verstehen
- Perspektiven aufnehmen und einordnen
- Rückfragen und Spiegeln gezielt einsetzen
- Missverständnisse frühzeitig erkennen
- Transparenz in der Zusammenarbeit
- Erwartungen, Rollen und Zuständigkeiten klären
- Entscheidungen nachvollziehbar kommunizieren
- Unausgesprochene Themen sichtbar machen
- Kommunikationsfluss in Organisationen
- Informationswege bewusst gestalten
- Schnittstellenkommunikation verbessern
- Informationsverluste und Doppelstrukturen vermeiden
- Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen
- Kritikgespräche professionell führen
- Umgang mit Emotionen und Widerstand
- Deeskalierende Kommunikation
- Konfliktmanagement
- Konflikte frühzeitig erkennen und einordnen
- Dynamiken verstehen und konstruktiv nutzen
- Strategien zur Klärung und Deeskalation
- Feedback und Klartext
- Konstruktives Feedback geben und annehmen
- Klarheit und Wertschätzung verbinden
- Schwierige Themen ansprechen
- Kommunikation in Teams und Organisationen
- Abstimmungsprozesse strukturieren
- Verantwortlichkeiten transparent machen
- Kommunikationskultur weiterentwickeln
- Selbstreflexion und Wirkung
- Eigene Kommunikationsmuster erkennen
- Umgang mit eigenen Reaktionen
- Wirkung bewusst steuern
Die Fortbildung verbindet konkrete Gesprächskompetenzen mit strukturellen Ansätzen und sorgt für mehr Klarheit, Verlässlichkeit und Handlungssicherheit in der täglichen Kommunikation.
Strukturierter Prozess für maximale Passgenauigkeit
1. Erstgespräch | Auftragsklärung
Ein erster telefonischer Austausch dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der Klärung zentraler Rahmenbedingungen:
- erste Themen- und Zielabstimmung
- Klärung von Erwartungen und Anliegen
- Einschätzung der Passung zwischen Bedarf und Angebot
- Einblick in Arbeitsweise und methodischen Ansatz
2. Vertiefende Bedarfsanalyse | Konzeptionsgespräch
In einem anschließenden Videocall oder persönlichen Termin wird das Vorhaben konkretisiert:
- Zielgruppe und Ausgangssituation
- konkrete Ziele und angestrebte Wirkungen
- Vorerfahrungen und Praxisbeispiele
- Interessen und Dynamiken innerhalb des Teams
3. Individuelle Konzeptentwicklung
Auf Grundlage der Bedarfsanalyse wird ein passgenaues Fortbildungskonzept entwickelt. Inhalte, Methoden und Ablauf werden gezielt auf die Einrichtung abgestimmt.
4. Feinabstimmung und Umsetzung
Das Konzept wird gemeinsam finalisiert. Während der Durchführung werden aktuelle Themen, Dynamiken und Bedarfe der Teilnehmenden flexibel aufgegriffen.
Formate, Zielgruppen und Rahmenbedingungen
Die Angebote richten sich an Unternehmen unterschiedlichster Branchen, öffentliche Träger und Ämter sowie pädagogische Einrichtungen und Bildungsinstitutionen. Im Mittelpunkt stehen Teams und Fachkräfte, die ihre Handlungssicherheit, Zusammenarbeit und professionelle Haltung im Arbeitsalltag gezielt weiterentwickeln möchten.
Die Formate sind flexibel aufgebaut und orientieren sich an Zielsetzung, Thema und zeitlichen Ressourcen:
- Fachvorträge (ab 45 Minuten)
Kompakte Impulse mit fachlichem Input und ersten praxisnahen Anknüpfungspunkten - Workshops (90 Minuten bis 4 Stunden)
Interaktive Formate mit aktivierender Beteiligung und ersten Anwendungsschritten - Schulungen (ab 3 Stunden bis mehrere Tage)
Vertiefende Auseinandersetzung mit konkreten Themen und Methoden - Fortbildungen (halbtägig, ganztägig oder mehrtägig)
Strukturierte Lernprozesse mit hohem Praxisanteil und Transfer in den Arbeitsalltag - Weiterbildungen (mehrtägig mit Prüfungsleistung und Abschlusszertifikat)
Umfassende Qualifizierungen mit nachhaltiger Kompetenzentwicklung
Die Gruppengröße liegt in der Regel zwischen 8 und 20 Teilnehmenden und wird je nach Zielsetzung und Format angepasst.
Die Durchführung erfolgt überwiegend vor Ort, um eine direkte Anbindung an die Praxis zu ermöglichen. Bei umfangreicheren Weiterbildungen können einzelne Einheiten ergänzend online stattfinden.
Der Einsatz ist regional (NRW) sowie bundesweit möglich.
Methodischer Ansatz
Alle Formate basieren auf einem erfahrungsorientierten und systemischen Ansatz. Lernen erfolgt nicht primär über reine Wissensvermittlung, sondern über Erleben, Ausprobieren und Reflexion. Zentrale Elemente sind:
- Arbeit mit realen Praxissituationen und Fallbeispielen
- Rollenspiele und handlungsorientierte Übungen
- theaterpädagogische und aktivierende Methoden
- strukturierte Reflexionsprozesse
- Verbindung von Praxis und theoretischer Einordnung
Der Fokus liegt darauf, Inhalte direkt anschlussfähig an den eigenen Arbeitskontext zu machen.
Die Inhouse-Formate sind darauf ausgerichtet, spürbare Veränderungen im Arbeitsalltag zu ermöglichen – nicht über theoretische Inhalte, sondern über konkrete Anwendung und Reflexion.
Teilnehmende entwickeln mehr Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen und gewinnen Klarheit für ihr eigenes Handeln. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit im Team gestärkt, da gemeinsame Haltungen, Rollen und Vorgehensweisen erarbeitet werden.
Was sich konkret verändert:
- mehr Sicherheit im Umgang mit Konflikten und schwierigen Situationen
- klarere Kommunikation im Team und mit Zielgruppen
- ein gemeinsames Verständnis von Haltung und Zusammenarbeit
- Lösungen für reale Fälle aus dem eigenen Arbeitsalltag
- praxiserprobte Methoden, die direkt eingesetzt werden können
- stärkere Reflexionsfähigkeit im beruflichen Handeln
Die Inhalte greifen unmittelbar in den Arbeitsalltag über und bleiben nicht auf die Fortbildung beschränkt. Dadurch entsteht eine nachhaltige Wirkung, die im Team weitergetragen wird.
Alle Formate werden durch praxisnahe und direkt nutzbare Materialien ergänzt. Ziel ist es, Inhalte nicht nur im Moment der Fortbildung wirksam zu machen, sondern auch im Nachgang zugänglich und anwendbar zu halten.
Inklusive Leistungen:
- Handouts mit zentralen Inhalten und Impulsen
- Präsentationsfolien (PowerPoint) zur Nachbereitung
- Fotoprotokoll der erarbeiteten Ergebnisse
- Sammlung von Methoden, Übungen und Materialien
Bei umfangreicheren Formaten und Weiterbildungen erfolgt die Bereitstellung ergänzend über eine digitale Lernplattform (Moodle). Dort stehen alle Inhalte strukturiert zur Verfügung und können jederzeit abgerufen werden.
unverbindlich anfrragen
Unsere Qualität
- Anerkannter Bildungswerk nach WbG NRW
- Zertifizierter Bildungsträger nach AZAV FB 1 und 4 | ISO 9001
- Zertifizierter Weiterbildungsträger nach PQ-Sys ®
Dein Mehrwert bei uns
- Praxisbezogenes Fachwissen und praktische Anwendung
- Berufsbegleitend
- Zertifizierter Abschluss
- Alle Referent:innen haben eine langjährige Erfahrung in der Praxis und Lehre
Ansprechpartner:in

J. Folke
Bildungsreferent
Diplom-Heilpädagoge
Kinderschutzfachkraft nach § 8a SGB VIII, Systemische Beratung
Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch

K. Boldrew
Fachbereichsleitung Bildung und Prävention
Erziehungswissenschaftlerin (M. A.)
Deutsch, Russisch, Ukrainisch, Englisch