Jahresberichte

Liebe Freunde des PLANB Ruhr e.V.,

mit großer Freude präsentieren wir Ihnen unseren vierten Jahresbericht für 2014. Es war erneut große Fleißarbeit unserer „Bienen“. Jahresberichte gehören in der Regel zu den regelmäßigen Veröffentlichungen sozialer Organisationen, die nicht unbedingt vom spannenden Inhalt geprägt sind. Ich möchte sagen, bei uns ist es anders!

Jahresbericht 2013

Als wir uns vor etwa drei Jahren von heute auf morgen auf den Weg machen mussten, war sehr vieles ungewiss und viele Fragen offen. Ob es uns als ein kleiner Träger, als Seiteneinsteiger gelingen würde, neben so vielen großen, etablierten Trägern unseren Platz einzunehmen, uns zugleich in mehreren Kommunen zu behaupten und weiterzuentwickeln!? Daran haben wir zwar selbst nie gezweifelt, aber die Kunst war, andere davon zu überzeugen. „Alles Gescheite liegt in der Minorität!“ Dieses Zitat von J. W. von Goethe passt zu uns und bringt die erfolgreiche, ziemlich kurze Entwicklungsgeschichte eines dreijährigen Vereins PLANB Ruhr e. V. auf den Punkt. Das sagen wir bei aller Bescheidenheit, die wir ansonsten sehr zu pflegen wissen.

Wir laden Sie ein, sich über unsere Aktivitäten im letzten Jahr einen Überblick zu verschaffen. Mit Fleiß, Engagement, Kreativität und der Zusammenarbeit mit vielen außerhalb unseres Vereins, bestimmt auch mit vielen von Ihnen, die das lesen, ist es uns erneut gelungen, in den vielfältigsten Feldern der sozialen Arbeit wichtige Angebote zu realisieren. Wir haben auch in diesem Jahr viel erreicht, ein weiteres bewegtes und arbeitsreiches Jahr mit vielen Aufgaben und Herausforderungen liegt hinter uns.

Im Jahr 2013 haben wir uns neben unserem Kernarbeitsfeld ambulante Erziehungshilfen insbesondere folgenden Themen und Aufgaben gewidmet:

  • Einrichtung einer neuen dreigruppigen Tageseinrichtung für Kinder in Herne
  • Ausbau eines neuen Arbeitsfeldes
    Interkulturelle Pflegefamiliendienst, Kooperationsvertrag mit Landschaftsverband Westfalen-Lippe bzgl. „Westfälische Pflegefamilien“
  • Entwicklung eines mehrjährigen Modellprojektes im Bereich Pflegefamilien mit Migrationshintergrund
  • Weiterer Ausbau und Verstetigung der Lernförderung in Bochum, Essen und Gelsenkirchen
  • Wichtige Schritte in der Etablierung des PLANB Ruhr e. V. in Essen
    (eigenständiges Team, Ausbau Erziehungshilfen, Ausbau Bildung- und Kompetenzförderung)
  • Ausbau unserer Verwaltungsstrukturen, Stärkung der Leistungsfähigkeit
  • Fortsetzung von erfolgreichen Kulturprojekten für Kinder und Jugendliche
  • Erschließung weiterer räumlicher Ressourcen
    entsprechend den organisatorischen und personellen Entwicklung in Bochum

Was wir alles in diesen „neuen“ Arbeitsfeldern erreicht haben, werden Sie aus den entsprechenden Kapiteln des Berichtes entnehmen können. Die Leistungsentwicklung im Kernbereich ambulante Erziehungshilfen in den vielen Ruhrgebietsstädten sowie damit verbundenen Herausforderungen im Jahr 2013 werden natürlich ausführlich und übersichtlich und mit inte-ressanten Fallbeispielen dargestellt. In 2013 haben wir 183 Familien und insgesamt 505 Kinder im Rahmen der ambulanten flexiblen Erziehungshilfe sowie 179 Kinder- und Jugendliche innerhalb der Bildungs- und Kompetenzförderung betreut bzw. gefördert. Im Vergleich zum Jahr 2011 (79 Familien) bedeutet das, dass die Einsätze sich mehr als verdoppelt haben. Es geht aber nicht nur um dieses zahlenmäßige Wachstum. Es freut mich besonders zu hören, dass unserem Träger vielerorts neben unseren Kernkompetenzen und der Fachlichkeit auf hohem Niveau auch Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Flexibilität zugeschrieben werden.

In 2013 haben wir uns mit dem Thema der Anpassung unserer Arbeits- und Organisationsstrukturen an den rasanten Entwicklungen im Angebots- und Leistungsbereich befasst. Es ging dabei nicht nur um die Betrachtung von quantitativen Entwicklungen. Die ethnische, kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt der uns anvertrauten Familien brachte sozusagen automatisch die Frage mit sich, wie man den Umgang mit dieser Vielfalt weiter gestaltet. Auch unser Personal wurde zunehmend bunter. Mittlerweile haben wir Kolleginnen und Kollegen aus 22 Kultur- und Sprachkreisen.

Wir haben aber auch unser Führungsteam weiter auf- und ausgebaut sowie die kulturelle und sprachliche Vielfalt bei den örtlichen Teams deutlich gestärkt. In PLANB Ruhr e.V. haben wir mittlerweile 8 Leitungskräfte. Sie alle sind Frauen. Das bedeutet viel, denn bei der Auswahl haben wir uns primär an sachlich objektiven Auswahlkriterien orientiert. Hinsichtlich der Personal- und Organisationsentwicklung können wir uns auch weiterhin nicht zurücklehnen, das Thema wird uns auch in diesem Jahr intensiv beschäftigen, denn wir möchten, soweit möglich, unser Entwicklungstempo nicht reduzieren, sondern umgekehrt, unsere personellen und räumlichen Ressourcen entsprechend stärken und Strukturen optimieren.

Ich bedanke mich herzlich bei:

  • unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie ihren Partnern/-innen (auch Sie tragen tagtäglich zu unserem Erfolg bei!)
  • allen Vereinsmitgliedern
  • unserem Dachverband
  • den Kooperationspartner/-innen
  • den mit uns kooperierenden Jugendämtern und Verwaltungen
  • dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe
  • allen Politikerinnen und Politikern, die die Wichtigkeit und Bedeutung unseres Beitrags zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Stärkung sowie Gestaltung der sozialen Infrastruktur bereits erkannt haben

Danke für die vertrauensvolle, engagierte und verlässliche Zusammenarbeit. Das uns entgegengebrachte Vertrauen und der bisheriger Verlauf motivieren uns, noch besser zu werden und neuen Herausforderungen optimistisch und kraftvoll entgegenzutreten.

Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass Sie uns und das vielfältige Angebot des Trägers ab dem 1. Mai 2014 an der Alleestraße 46 in Bochum finden.
Die Geschäftsstelle und Verwaltung von PLANB Ruhr e. V. bezieht das Gebäude auf zwei Ebenenen (430 m²) gemeinsam mit den Arbeitsfeldern interkulturelle Erziehungshilfe, Bildungs- und Kompetenzförderung und Westfälische Pflegefamilien (WPF). Des Weiteren werden wir die Räumlichkeiten für Projektarbeit und Projektangebote nutzen.

Gülseren Çelebi
Geschäftsführerin
Bochum, 15.04.2014

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