Vielfalt leben

Kindern und Jugendlichen ein Zuhause geben, sie in ihren Fähigkeiten zu fördern und sie dabei zu unterstützen, wichtiger Teil einer Gemeinschaft zu werden – das steht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Vielfalt im Ruhrgebiet im Mittelpunkt ihrer täglichen Arbeit. Dabei wir die sprachliche, kulturelle oder religiöse Vielfalt als Bereicherung erlebt.

Jeder junge Mensch ist mit seiner Geschichte einzigartig. Wir begegnen Kindern und Jugendlichen mit großer Wertschätzung, Neugierde, Offenheit und Akzeptanz. Wir wollen sie dabei unterstützen zu kritikfähigen, selbstbewussten und vor allem eigenständigen jungen Erwachsenen heranzuwachsen – das ist die Aufgabe, der sich die pädagogischen Fachkräfte von Vielfalt im Ruhrgebiet stellen. Die Fachlichkeit unserer Mitarbeiter wird ergänzt durch Erfahrung, Vielfalt und Überzeugung. Wir wollen den jungen Menschen, die nicht in ihrem häuslichen Umfeld leben können, die Chance auf eine positive Zukunftsperspektive geben. Dazu gehört neben den äußeren Umständen, wie dem Gefühl endlich als Persönlichkeit angenommen worden zu sein, einem ruhigen und geschützten Wohnumfeld, auch eine gezielte Förderung je nach Entwicklungsstand und Bedarf.

Perspektiven aufzeigen

Zu der Zielgruppe des Angebots gehören Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr mit oder ohne Migrationshintergrund, die …

  • aus ihrer Herkunftsfamilie, Pflegefamilie oder einer anderen Jugendhilfeeinrichtung kommen und dort nicht bleiben können oder
  • unbegleitet aus dem Ausland eingereist sind.

Die Jugendlichen werden in der stationären Hilfe ganz gezielt dabei unterstützt, ihre Eigenständigkeit und Selbstständigkeit zu erproben und in ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Darüber hinaus führen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie an das institutionelle Hilfesystem heran, entwickeln mit ihnen gemeinsam eine eigenverantwortliche Lebensführung und realisierbare Zukunftsperspektive.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Ein Bereich, der in den letzten Jahren an besonderer Bedeutung gewonnen hat, ist die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Die Kinder und Jugendlichen, die häufig in ihrem Heimatland oder auf der Flucht traumatische Erfahrungen gemacht haben, die fern von ihrer Familie, Freunden, Landessprache sowie -kultur und herausgerissen aus Schul- oder Studienalltag leben müssen – benötigen besondere Hilfen und Unterstützung. Unser interkulturell aufgestelltes Team schafft es, häufig auch durch eigene Migrationserfahrungen und mit dem sprachlichen und kulturellen Wissen ausgestattet, feinfühlig die Kinder und Jugendlichen zu erreichen und ihnen die Kenntnisse der hiesigen Gesellschaft zu vermitteln und einen strukturierten Rahmen mit klaren Regeln zu bieten. Sie fördern und begleiten die jungen Menschen auf ihrem Weg der Integration.

Interkulturell breit aufgestellt

Im Fall von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist unser pädagogisches Team neben der professionellen Ausbildung auch sprachlich sehr gut aufgestellt. Insgesamt sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 30 Sprachen Zuhause und können damit – meistens ohne zusätzliche Dolmetscherkosten – mit den Jugendlichen auch in ihrer Muttersprache kommunizieren und eventuell kulturell bedingte Sichtweisen nachvollziehen und vermitteln. Das trägt dazu bei, dass Missverständnisse oder Konflikte schnell und effektiv gelöst werden können.

Aktuelle Wohngruppen und sozialbetreutes Wohnen

Aktuell verfügen wir über die folgenden Wohn- und Verselbstständigungsgruppen:

  • Verselbstständigungsgruppe Phoenix
  • Verselbstständigungsplätze in der Abc-Straße
  • Wohngruppe Solid + ein Verselbstständigungsplatz
  • Wohngruppe Kompass

Bei inhaltlichen Fragen und Anfrage zu freien Plätzen wenden sie sich bitte an Fachbereichsleiterin Birgit Glitzner.

Zusatzqualifikationen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter verfügen außerdem über folgende Zusatzqualifikationen:

  • Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO Sozialräumliches Arbeiten
  • Case Management
  • Systemische Familientherapie und -beratung
  • Elterntraining
  • Familienaktivierung
  • Präventives Antigewalttraining
  • Insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft nach § 8a

Fachliche Begleitung

Die stetige fachliche Begleitung hat bei ViR einen großen Stellenwert. Das beinhaltet:

  • Fachbereichsleitungstreffen
  • Wöchentliche Dienstbesprechungen und Beratungen durch die Fachbereichsleitung
  • 14-tägige Leitungstreffen der stationären Erziehungshilfen
  • Einmal wöchentliche Teamsitzung
  • Rufbereitschaft der Gruppenleiter in Notfällen für die Nachtbereitschaft
  • Einmal monatlich Supervision
  • Kollegiale Beratung
  • Krisenintervention
  • Supervision
  • Fort- und Weiterbildungen

Kooperation mit PLANB Ruhr e.V.

Entstanden ist die ViR gGmbH als eine gemeinnützige und interkulturelle Selbstorganisation von Menschen verschiedener Herkunft. Mit derzeit etwa 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Voll- und Teilzeitanstellung engagiert sich die ViR gGmbH vor allem im Bereich der stationären Erziehungshilfen.

Dabei arbeitet Vielfalt im Ruhrgebiet partnerschaftlich, solidarisch und aufeinander abgestimmt mit PLANB Ruhr e. V. zusammen. Durch die enge Vernetzung und Kooperationsvereinbarung mit PLANB hat ViR die Möglichkeit auf die Angebote des Vereins wie z. B. ambulante Hilfen im Rahmen der Nachbetreuung oder Verfahrensberatungsstellen für UMAs in Essen zurückzugreifen.

Themen

Ansprechpartner

Sabrina Schmidt

Fachbereichsleiterin stationäre Erziehungshilfen

0234 459674-11
0234 45 96 74-98

0174 3997573
s.schmidt@vir-ruhr.de