T-Räume – ein Projekt gegen Rassismus

Wer über Diskriminierung spricht, muss bei sich selbst anfangen. Unser Projekt T-Räumeliefert Vorschläge, wie wir alle gemeinsam Diskriminierung vermeiden und Vorurteile abbauen können. Wir laden alle Erwachsenen (ab 18) mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, insbesondere mit Roma-Hintergrund, zu einer kostenlosen Theater-Workshopreihe ein!

T-RÄUME – EIN PROJEKT GEGEN DISKRIMINIERUNG UND RASSISMUS IN HERNE

Auf schauspielerische Weise möchten wir die Themen Vorurteile und Diskriminierung ansprechen und verarbeiten. Dabei soll es insbesondere um Vorurteile gegen Sinti und Roma gehen. Die Schauspielerin und Theaterpädagogin Melike Tuana Sarica leitet die Workshops. Sie ist staatlich anerkannte Schauspielerin und qualifiziert durch den Bundesverband für Theaterpädagogik (BuT). Gemeinsam nehmen wir in den Workshops die genannten Themen in den Fokus und inszenieren daraus ein eigenes Stück oder kurze Videos, die von unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen erzählen.

Die interaktiven Workshops nehmen die Teilnehmer*innen mit auf eine Reise: Über die Wahrnehmung der eigenen Bewegung entstehen Begegnungen mit dem Gegenüber. Mit der Methode des „Theaters der Unterdrückten“ gehen wir individuellen Geschichten nach. Anschließend werden die jeweiligen Erlebnisse und Erfahrungen gemeinsam besprochen und schriftlich festgehalten – daraus entsteht am Ende des Projekts eine Broschüre. Außerdem werden die Teilnehmer*innen ihre Erzählungen und Geschichten, ihre Gefühle, Wahrnehmungen und Eindrücke in ihren eigenen Worten schildern und daraus eine Audio-Aufzeichnung für die Videos erstellen.

WIE HÄTTE ICH REAGIERT?

In den Workshops diskutieren wir gemeinsam darüber, welche Wörter auf welche Weise diskriminieren. Wir werden einige der verletzenden und diskriminierenden Äußerungen zusammenfassen und über mögliche Antworten sprechen. Unser Ziel ist es, eine Gelegenheit zur Selbstbetrachtung zu bieten – für Diskriminierte, aber auch für Diskriminierende. Wir wollen Anstoß zum Nachdenken geben: Wie hätte ich bei dieser Aussage reagiert? Habe ich selbst schon einmal jemanden diskriminiert? Wie könnte ich in Zukunft in ähnlichen Situationen reagieren? Wie kann ich jemanden unterstützen, der*die diskriminiert wird?
Gleichzeitig soll das Projekt T-Räume die Öffentlichkeit dazu sensibilisieren, Betroffenen zuzuhören und auch unbeabsichtigte diskriminierende Abläufe und Verhaltensmuster im Alltag zu erkennen und zu vermeiden.

DIE WORKSHOPS

Mai 2021: zwei Schnupperworkshops

1. Juni bis 31. August 2021:Workshop mit Theaterpädagogin Melike Tuana Sarica, zweimal pro Woche jeweils zwei Stunden: Entwicklung und Bearbeitung eigener Szenen und Videos

1. September bis 30. November 2021:Vorbereitung und Erstellung der Videos, Broschüre und Tonaufzeichnungen, Abschlussphase

WO?
PLANB-Zentrum der Vielfalt
Hauptstraße 208
44649 Herne statt.

Alle Workshops enden mit einer Abschlussveranstaltung, die gemeinsam gestaltet wird. Alle Termine werden rechtzeitig gemeinsam festgelegt. Alle Workshops finden unter Einhaltung aller geltenden und empfohlenen Corona-Schutzmaßnahmen statt. Die Maßnahmen werden allen Teilnehmer*innen zu Beginn des Projekts erläutert und zur Verfügung gestellt.

Themen

Ansprechpartnerin

S. Kahraman

Sozialwissenschaften (M.A.)
Projektleitung

02325 56991-62
02325 56991-61

0152 24360675
s.kahraman(at)planb-ruhr.de

Gefördert durch

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und realisiert in enger Kooperation mit dem PLANB-Projekt WeYouMe #impulse in Essen, mit der PLANB-Integrationsagentur Herne und der Servicestelle gegen Diskriminierung Herne.