DeBUG NRW-Kontaktstelle für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften

Eine Kooperation zwischen dem Paritätischen Gesamtverband und PLANB Ruhr e. V.

Im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ wurden seit 2016 Mindeststandards zum Gewaltschutz definiert. Diese Mindeststandards sind bundesweit an ausgewählten Orten umgesetzt worden. Handlungsabläufe zum Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften wurden verbessert. PLANB ist seit 2016 Kooperationspartner der Bundesinitiative. Die Praxiserfahrung der bisherigen Arbeit hat gezeigt, dass weiterhin ein großer Bedarf an Sensibilisierung für das Thema und an direkter Unterstützung bei der Umsetzung vor Ort besteht.

Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften (DeBUG)

Das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ (DeBUG) ist ein trägeroffenes Angebot und verfolgt das Ziel, Flüchtlingsunterkünfte sowie Betreiber- und Trägerorganisationen bei der Verbesserung des Gewaltschutzes zu unterstützen. Hierfür werden „Multiplikator*innen für Gewaltschutz“ auf Landesebene eingesetzt. Die Multiplikator*innen unterstützen Flüchtlingsunterkünfte bei Aufbau und Umsetzung von Strukturen für Gewaltschutz.

Das Projekt DeBUG ist ein Projekt der Wohlfahrtsverbände Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz, Der Paritätische Gesamtverband und AWO und wird im Rahmen der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Der Paritätische Gesamtverband hat uns beauftragt, eine für das Land Nordrhein-Westfalen zuständige Kontaktstelle einzurichten, die bei der konkreten Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten in Unterkünften Information, Beratung, Schulung und Prozessbegleitung anbietet. Die Kontaktstelle bietet unter anderem prozesshafte Begleitung und Beratung vor Ort bei der Erstellung von partizipativen Risiko-, Bedarfs- und Ressourcenanalysen sowie Schulungen zu den Mindeststandards an. Außerdem unterstützt sie bei der Entwicklung eines hauseigenen Schutzkonzepts. Sie vermittelt und organisiert bei Bedarf Sensibilisierungs- und Fortbildungsangebote.

2019 entstand eine 36-seitige gedruckte Starthilfe. Die Broschüre unterstützt kommunale Betreiber, Leitungskräfte, Fachkräfte aus Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Wohnungen bei der Umsetzung von Schutzkonzepten. (Download rechts)

Sita Rajasooriya leitet die DeBUG NRW-Kontaktstelle für Gewaltschutz. Sie war bis 2018 Gewaltschutzkoordinatorin im UNICEF-Projekt „Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ und führt mit der DeBUG NRW-Kontaktstelle den Bereich Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften weiter.

Mehr Infoszur Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ gibt es hier.

Alle DeBUG-Standortesind in der Projektlandkartedes Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu finden.

Die NRW-Landesregierunghat außerdem ein Landesgewaltschutzkonzept (LGSK)für alle Zentralen Unterbringungseinrichtungen verabschiedet.

UNICEF hat einen Praxisleitfaden zur Umsetzung des Mindeststandards 4 (Prävention und Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen/Risikomanagement) veröffentlicht. (Download rechts)

Kontakt:

DeBUG NRW-Kontaktstelle für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften
Sita Rajasooriya
Sozialwissenschaften (MA)
Alleestrasse 46, 44793 Bochum
T: 0234 459669-45
M: 0172 9057834
E: s.rajasooriya@planb-ruhr.de
www.planb-ruhr.de

Themen

Ansprechpartnerin

S. Rajasooriya

Sozialwissenschaftlerin (M.A.)
Leitung DeBUG NRW-Kontaktstelle für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften

0234 459669-45
0234 459669-98

debug-nrw(at)planb-ruhr.de

Infos

queer refugees deutschland informiert:

Darauf sollten LSBTI-Geflüchtete und Unterstützer*innen im Asylverfahren und bei der Unterbringung achten!

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