Gründungsgeschichte

PLANB wurde in Bochum gegründet. Unsere Gründungsmitglieder, Mitarbeiter/-innen und Ehrenamtler/-innen kommen aus dem gesamten Ruhrgebiet. Wir von PLANB haben daher einen engen persönlichen Bezug zu den Städten und Kommunen dieser Metropolregion. Aus der besonderen Geschichte als Migrations-Ballungszentrum ergeben sich vergleichbare Bedarfssituationen in allen Regionen des Ruhrgebiets, für die wir unser Expertenwissen zur Verfügung stellen. Da wir diesen regionalen Handlungsbedarf sehen, fühlen wir uns verantwortlich dafür, die notwendige Mobilität aufzuweisen, um unsere Kompetenz im ganzen Ruhrgebiet einzubringen.

UNSER LEITBILD

Unser Leitbild benennt unsere gemeinsamen Grundsätze und Werte und verdeutlicht, wofür wir uns einsetzen. Es dient uns als Leitlinie für unser tägliches Handeln und ist dadurch für alle Mitarbeitenden verbindlich. Das Leitbild von PLANB Ruhr e. V. und Vielfalt im Ruhrgebiet (ViR) gGmbH wurde gemeinsam mit den Leitungskräften beider Organisationen entwickelt.

Unser Leitgedanke

Wir zeigen Wege, das Selbst jedes*jeder Einzelnen zu stärken.

Wir legen den Schwerpunkt auf die Stärkung persönlicher Handlungsspielräume eines jeden Individuums, das wir begleiten. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir von PLANB und ViR zusammen mit den von uns begleiteten Menschen neue Konzepte zur Lebensbewältigung bzw. Überwindung von Krisensituationen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen, die wir unterstützen, neue Blickwinkel auf Problemlagen erhalten, damit Gefühle von Hemmnis, Sorge oder gar Ohnmacht überwunden und stattdessen das Selbst gestärkt wird. Durch diese (Re)Aktivierung des eigenverantwortlichen Einsatzes von persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen, stellt sich ein realistischer, zuversichtlicher Blick auf die eigene Zukunft ein, die immer einen PLANB bereithält. Hierbei gilt es Zugangsbarrieren abzubauen und Vorurteilen in unserer Gesellschaft entgegenzutreten.

Gegenseitige Wertschätzung

Grundsätzlich begegnen wir allen Menschen und ihren vielfältigen Lebensentwürfen mit Solidarität, Respekt und Wertschätzung, sofern diese mit dem Wertesystem der allgemeinen Menschenrechterklärungen nicht im Widerspruch stehen.

Wir erbringen unsere Leistungen allen Menschen mit Unterstützungsbedarf. Solidarität, Wertschätzung und Respekt sind dabei die zentralen Werte unserer Arbeit. Diese Wertschätzung kultureller, religiöser, geschlechtlicher und sozialer Vielfalt setzen wir auch bei der Gesellschaft im Allgemeinen voraus. Reaktionäre Deutungen sowie diskriminierendes Verhalten werden von uns weder toleriert noch respektiert.

Persönliches Recht auf Bildung und Erziehung

Die Unterstützung beim lebenslangen Lernen ist unser Beitrag zur selbstbewussten Lebensweise.

Jeder Mensch hat ein persönliches Recht auf Bildung und Erziehung. Dieses Recht setzen wir in unserer täglichen Arbeit um. Als freie Träger der Sozialen Arbeit gewährleisten wir den von uns begleiteten Menschen eine bestmögliche Unterstützung beim lebenslangen Lernen. Gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind wir stets auf der Suche nach Lösungswegen, die zur Lebenswelt passen und ermöglichen auf diese Art und Weise eine selbstbewusste Lebensweise.

Gesellschaftliche Teilhabe

Wir fördern Integration durch gesellschaftliche Teilhabe und Teilnahme.

Alle unsere Leistungen haben das Ziel, die persönlichen Ressourcen der von uns begleiteten Menschen zu stärken und selbstbestimmt für die Ausbildung von Fähigkeiten und Fertigkeiten zu nutzen. Auf diesem Weg können wir ihnen neue Perspektiven und mehr Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.

Diversität

Gesellschaftliche Vielfalt ist unser Antrieb. Wir stehen ein für ein solidarisches Zusammenleben der Menschen.

Die vielfältigen Kulturen, Sprachen, Lebensentwürfe und Perspektiven sind für uns ein Antrieb für unsere tägliche Arbeit. Insbesondere das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen und Ethnien ist nicht Selbstläufer und braucht Begleitungs-, Vermittlungs-, Gestaltungsinstanzen sowie entsprechende rechtliche und soziale Rahmenbedingungen. Wir verstehen uns als eine solche Instanz und plädieren für einen grundsätzlich konstruktiven Umgang mit der gesellschaftlichen und kulturellen Vielfalt.

Wir verstehen uns als eine interkulturelle Trägergemeinschaft, welche die Vielfalt unserer Gesellschaft nicht nur akzeptiert und anerkennt, sondern auch schätzt und fördert. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Menschen sich herkunftsunabhängig und vorurteilsbewusst begegnen, um ihr Zusammenleben wertschätzend zu gestalten. Die Schaffung von Räumen für einen konstruktiven und gleichberechtigten interkulturellen Austausch ist dafür unerlässlich.

Interkulturalität

In unserem persönlichen und fachlichen Handeln leben wir täglich von neuem das vor, was wir gesellschaftlich anstreben.

Unsere Teams arbeiten mehrsprachig, interdisziplinär und multiprofessionell. Die sorgfältige Auswahl der Mitarbeitenden von PLANB und ViR stellt sicher, dass wir sprachlich, kultur- und gendersensibel auf jede*n Einzelne*n eingehen können. Hierdurch arbeiten wir wertschätzend und gleichzeitig nah an den persönlichen Biografien und Zielen der Menschen orientiert.

Diese kulturelle und professionelle Vielfalt führt dazu, dass wir unsere Leistungen muttersprachlich anbieten können. Damit bewirken wir kurze Dienstwege, da bei jeglichen Übersetzungs- und Transferleistungen interne Ressourcen genutzt werden können.

Gleichzeitig tragen wir durch die kulturelle Vielfalt unserer Mitarbeitenden zur interkulturellen Öffnung behördlicher Strukturen bei.

Genderbewusstsein und Chancengleichheit

Die Chancengleichheit ist unser gelebtes Prinzip.

Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds, ihres Geschlechts, ihres Einkommens oder ihrer Behinderung nicht strukturell benachteiligt werden. Die Sensibilisierung für diese strukturelle Benachteiligung ist daher etwas, das wir sowohl in unseren Teams als auch in der Gesellschaft anstreben.

So etwa verstehen wir Geschlecht als eine soziale Kategorie, welche über gesellschaftliche und kulturelle Deutungen und Zuschreibungen geschaffen wird. Diese Zuschreibungen und die damit verbundene soziale Ungleichheit zwischen Geschlechtern in Alltag und Beruf reflektieren wir in hohem Maße kritisch. Die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern ist für uns ein gelebtes Prinzip, das wir im Rahmen unserer Entwicklung bei der Besetzung unserer Gremien, Arbeitsstellen und Positionen berücksichtigen und stets weiterentwickeln. Dabei denken wir über das binäre Kategoriensystem hinaus, indem wir uns durch unsere gendersensible Sozial- und Aufklärungsarbeit für die Belange von LSBTTIQ* einsetzen und durch die Nutzung des Gender-Sternchens in unserer Öffentlichkeitsarbeit für das Thema sensibilisieren.

Einsatz gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus

Wir stehen ein für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung.

Als Einzelpersonen sowie als interkulturell aufgestellte Organisationen erleben und erfahren wir tagtäglich unterschiedlichste Formen der Diskriminierung. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die von Diskriminierung betroffenen ethnischen, kulturellen und religiösen Gruppen ihrerseits nicht frei sind von diskriminierenden, antisemitischen und rassistischen Einstellungen und Verhaltensweisen. Daher stellt sich der Einsatz gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus als eine nachhaltige Aufgabe, die in allen Bereichen ihre Anwendung finden muss. Rassistische, fundamentalistische, antisemitische und nationalistische Ideologien jeder Art sowie ihre organisatorischen Erscheinungsformen sind für PLANB und ViR unter keinen Umständen zu tolerieren.

Wir setzen uns für die Sensibilisierung der Familien, die Unterstützung der von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus Betroffenen und für ein Ende der Diskriminierung ein. Alle unsere Einrichtungen und Dienste sind angehalten, mit den Fachstellen gegen Diskriminierung zusammenzuarbeiten. Die Grundsätze des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) bieten dabei eine wichtige Handlungsgrundlage.

Gewaltprävention

Wir lehnen jegliche Formen von Gewalt ab.

Gewalt als Konfliktlösungsweg und Erziehungsmethode lehnen wir grundsätzlich ab. Wir bekämpfen Gewalt, indem wir Täter*innen alternative Verhaltensmöglichkeiten aufzeigen und Opfer stärken. Dabei sind wir in der Prävention sowie in der Intervention aktiv. Wir folgen standardisierten Prozessen und entwickeln mit deren Hilfe Schutzkonzepte, die bei Kindeswohlgefährdung, häuslicher sowie sexualisierter Gewalt zum Einsatz kommen. Damit setzen wir uns dafür ein, Personen, die aufgrund ihres jungen Alters besonderen Schutz bedürfen oder die aufgrund ihres Geschlechts sexualisierter und häuslicher Gewalt oder sexualisierten Übergriffen ausgesetzt sind, besonderen Schutz gewährt wird.

Mitarbeiterschutz

Wir sind dem Schutz unserer Mitarbeiter*innen verpflichtet.

Mithilfe von Schutzkonzepten haben wir ein Gerüst erarbeitet, welches Handlungssicherheit in eskalierenden Situationen bietet. Bei Erfahrung von Gewalt im Arbeitskontext bieten wir unseren Mitarbeiter*innen Unterstützung und Begleitung, um sie mit einem Gefühl von Rückhalt zu stärken. Darüber hinaus werden jegliche Übergriffe und Formen von Gewalt konsequent geahndet.

Vertrauen, Transparenz und Offenheit

Offenheit schafft Vertrauen und ist die Basis für die Zusammenarbeit mit den von uns begleiteten Menschen und unseren Mitarbeitenden. Daher setzen wir uns stets für ein transparentes Vorgehen ein.

Wir gestalten Entscheidungen und Handlungsabläufe nach innen und außen nachvollziehbar und angemessen transparent. Durch diese Transparenz wird die Grundlage für das Vertrauen gebildet, das die Menschen, die wir begleiten, uns entgegenbringen.

Kritik-, Konflikt- und Fehlerfreundlichkeit

Konflikte wie Fehler werden bei uns konstruktiv gelöst.

Konstruktive Kritik ist auf allen Ebenen erwünscht und als Antrieb für die Weiterentwicklung unserer Leistungen unabdingbar. Konflikte sowie Fehler werden bei uns nicht nur erkannt, sondern auch ausgetragen, angenommen und konstruktiv gelöst.

Innovation und Kreativität

Wir fördern die Selbstentfaltung unserer Mitarbeitenden sowie der Menschen, die wir begleiten.

Wir fördern die Selbstentfaltung unserer Mitarbeitenden sowie der Menschen, die wir begleiten. Innovation und Kreativität bedeuten für uns, offen zu sein für neue Ideen und kreative Lösungsansätze. Dabei reagieren wir konsequenterweise auch auf gesellschaftliche Neuerungen und Entwicklungen und gehen verantwortungsvoll auf sie ein. Die Vielfalt an Perspektiven, Wahrnehmungen und Lebensweisen ist für uns eine Inspiration und ermöglicht uns, täglich kreativ neue Wege zu denken. So können wir einen konstruktiven Beitrag zu einer aufgeklärten, progressiven Gesellschaft leisten.

Erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Erwerbsfähige werden durch unsere Maßnahmen bestmöglich auf die Eingliederung in den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Bei der Entwicklung von Trainings und Maßnahmen haben wir neben den individuellen Ressourcen stets die aktuellen arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen im Blick. Durch diese Verknüpfung von persönlicher Bedarfsorientierung und gesellschaftlichen Anforderungen werden Erwerbsfähige bestmöglich auf die Eingliederung in den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Ressourcen

Die Ressourcen jedes*jeder Einzelnen und der Umwelt sind für uns wertvoll.

Wir legen großen Wert auf einen verantwortungsvollen, bewussten Umgang mit natürlichen, materiellen, fachlichen, persönlichen und geistigen Ressourcen. Daher achten wir darauf, diese in unserem Alltag effektiv und effizient einzusetzen. Der schonende Umgang mit den Ressourcen wird nicht nur von den Mitarbeitenden getragen, sondern ebenso in allen Einrichtungen, Diensten und Bildungsangeboten vermittelt.

Partizipation

Wir entscheiden nicht für die, sondern mit den von uns Betreuten.

Unsere Arbeit ist darauf ausgerichtet, die von uns Betreuten mit allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten am Betreuungsprozess zu beteiligen. Dadurch gewährleisten wir, dass nicht über sie entschieden wird, sondern mit ihnen. Diese Beteiligung eröffnet die Erfahrungsräume von Selbstwirksamkeit, die für eine gelungene und selbstbestimmte Hilfe zur Selbsthilfe notwendig sind.

Kooperation

Im Interesse der von uns betreuten Menschen engagieren wir uns in ihrem jeweiligen Sozialraum.

Ohne die enge Zusammenarbeit mit vielfältigen Akteur*innen ist unsere Soziale Arbeit nicht denkbar. Im Interesse der von uns betreuten Menschen engagieren wir uns daher in ihrem jeweiligen Sozialraum. Dabei setzen wir auf langfristige Kooperationen mit öffentlichen wie freien Trägern sowie diversen Akteur*innen im gesamten Ruhrgebiet.

Themen

ANSPRECHPARTNER

G. Çelebi

Dipl. Sozialpädagogin
Geschäftsführerin, komm. Fachbereichsleitung stätionäre Erziehungshilfen

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