Blickwinkel Essen: Zwischenbilanz

Seit August 2017 läuft das PLANB-Projekt Blickwinkel in Essen. Jetzt startet es mit frischem Schwung und einer neuen Koordinatorin ins neue Jahr – und in das letzte Jahr seiner Laufzeit. Grund genug für eine Zwischenbilanz.

Das Projekt will neu zugewanderte und alteingesessene Bürger der Stadt zusammenbringen – in thematischen Fotoworkshops, durch Biografiearbeit und verschiedene Gruppenaktivitäten. So entstand bis heute eine Gruppe aus zehn Teilnehmern, überwiegend junge Männer zwischen siebzehn und dreißig Jahren. Die meisten davon kennen sich mit der Kamera gut aus, einige von ihnen waren in ihrer Heimat Profifotografen. Erfreulicherweise haben sich auch zwei nette junge Damen aus der Ehrenamt-Agentur Essen der Gruppe angeschlossen. Die Gruppe hat bereits einige themenbezogene Ausflüge unternommen, zum Beispiel den internationalen Stammtisch der Uni Essen im Café Nord besucht, ein orientalisches Konzert im Katakomben-Theater, den Essener Weihnachtsmarkt, einen arabischen Karaoke-Abend in Düsseldorf und das Sprach-Café bei Felis in der Essener Innenstadt. Auch das gemeinsame internationale Kochen und Kinoabende haben für eine gute Atmosphäre und ein schnell wachsendes Wir-Gefühl gesorgt.

Perspektiven auf die Stadt

Der zweite Teil des Projekts, von Beginn an fest integriert, sind die Fotoworkshops, die ein professioneller Fotograf begleitet. Das Ziel: stadtteil- und personenbezogene Bilder, die unterschiedliche Blickwinkel und Perspektiven auf die Stadtgesellschaft eröffnen. Zum Schluss des Projektes werden die entstandenen Fotos wie auch projektbezogene Gegenstände ausgestellt. Auf diese Weise – so das Ziel – führt das künstlerische Integrationsprojekt dazu, dass ein Gruppengefühl wächst und mehr Akzeptanz und Toleranz entstehen. Die neu zugewanderten Bürger fühlen sich der hiesigen Gesellschaft zugehörig und die Alteingesessenen zeigen mehr Offenheit für Interkulturalität.

Der Fotograf

Yavuz Arslan ist 1975 in Lünen geboren und aufgewachsen. Als Preisträger beim deutschen Jugendfotopreis setzte er seit längerer Zeit den Schwerpunkt seiner Arbeit auf Reportagen mit und am Menschen. Seit über 20 Jahren arbeitet Yavuz für den Spiegel, Focus, etc. und war von Anfang an der ständige Begleiter des Projektes „Blickwinkel“.

Die Projektkoordinatorin

Shiva Shafiei ist im Iran geboren und nach dem Abitur nach Essen gezogen. Sie hat Sozialarbeit studiert und immer in den Bereichen Migration und Integration gearbeitet. Sowohl aus beruflicher als auch privater Erfahrung weiß sie, wie sehr gute Sprachkenntnisse zur Integration beitragen und wie man diese durch Kommunikation und neue Kontakte erweitern kann. Daher sind zwischenmenschliche Beziehungen sehr wichtig und das Projekt „Blickwinkel“ kann nach ihrer Ansicht ein guter Ausgangspunkt dafür sein.

Mehr Infos zu Blickwinkel gibt es hier. Wer sich dem Projekt noch anschließen möchte, kann sich bei Shiva Shafieiper E-Mail melden.

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