Gefahren für die Kindergesundheit

Eine gemeinsame Studie von WHO, UNICEF und dem medizinischen Fachjournal Lancet zeigt jetzt die größten Probleme der weltweiten Kindergesundheit auf.

Die Studie nennt unter anderem die Umweltzerstörung und aggressive Marketingstrategien als Hauptgefahren für die gesunde Entwicklung von Kindern. Diese Faktoren sollen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen Kinder daran hindern, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Aufdringliche Werbestrategien für Fast Food und stark zuckerhaltige Getränke seien unter anderem für die ständig steigende Zahl der fettleibigen Kinder verantwortlich. Zudem sähen Heranwachsende sehr viel Alkohol- und Tabakwerbung. Deshalb fordern die Autoren der Studie, Kinder und Jugendliche ins Zentrum aller Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Verwirklichung der nachhaltigen Entwicklungsziele zu stellen, Investitionen in die Umsetzung der Kinderrechte und die Kindergesundheit zu erhöhen und die Jugend stärker in Politik und Gesellschaft einzubinden. Außerdem müsse schädliche Werbung strenger reguliert werden. Zu diesem Punkt fordern die Experten ein Zusatzprotokoll in der UN-Kinderrechtskonvention.

Laut der Studie liegt Deutschland auf Platz 14 von insgesamt 180 Ländern auf einer Rangliste, die Faktoren wie Gesundheit, Ernährung und Bildung berücksichtigt. Die Spitzenplätze belegen Norwegen, Südkorea und die Niederlande.

Mehr Infos zur Studie hier.

Die komplette Studie zum Downloadin englischer Sprache sowie Zusammenfassung auf Chinesisch, Arabisch, Französisch, Russisch und Spanisch gibt es hier.

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