Herne: PLANB-Servicestelle gegen Diskriminierung nimmt Arbeit auf

Heute startet in Herne die neue Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit von PLANB. Schwerpunkt der Arbeit in Wanne ist das Thema Antiziganismus.

Die neue Einrichtung im PLANB-Zentrum der Vielfalt in der Hauptstraße 208 ist eine von nun 14 Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit in NRW. Sie arbeiten seit 2009 unter dem Dach der Integrationsagenturen NRW. Die Servicestellen beraten Menschen, die von rassistischer, ethnischer und religiöser Diskriminierung betroffen sind. Außerdem helfen die vom NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration geförderten Einrichtungen bei der Erarbeitung von Antidiskriminierungskonzepten. Darüber hinaus führen die Servicestellen Kampagnen zum Abbau von Vorurteilen und gegen Rassismus durch und veröffentlichen Newsletter und Studien.

Mehr als ein Drittel der Einwohner*innen in Herne-Wanne hat einen Migrationshintergrund, wobei Zugewanderte aus Südosteuropa hier die größte Gruppe stellen. PLANB ist bereits seit 2016 an der Integration und Begleitung dieser Gruppe beteiligt und konnte in dieser Zeit vielfältige Diskriminierungserfahrungen der Ratsuchenden beobachten und dokumentieren. Ein großer Handlungsbedarf im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit wurde immer deutlicher sichtbar. Speziell über Sinti und Roma existieren weiterhin viele Vorurteile.

Die PLANB-Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit wird hier gegensteuern: Nicht nur durch qualifizierte Beratung und Unterstützung der Betroffenen, sondern auch durch die Dokumentation und öffentliche Diskussion von Diskriminierung sowie durch intensive Informations- und Aufklärungsarbeit. Konkret geplant ist zum Beispiel ein Arbeitskreis zur Geschichte von Roma und Sinti in Herne in Kooperation mit anderen Projekten und Institutionen sowie Info-Kampagnen in Zusammenarbeit mit lokalen Medien.

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