Integration schneller als erwartet

Die Integration von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt geht offenbar schneller voran als gedacht. Aktuell hätten rund 36 Prozent der Flüchtlinge zwischen 15 und 64 Jahren einen Job.

Viele von ihnen sind Leiharbeiter oder arbeiten in der Gastronomie, in der Security, im Reinigungsgewerbe, auf dem Bau und in der Pflege. Aber: Fast jeder zweite ist als Fachkraft oder Spezialist beschäftigt. Mit diesen Informationen zitieren die WELT und andere Zeitungen jetzt einen Experten des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), einer Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. „Damit wäre die Integration in den Arbeitsmarkt etwa ein Jahr schneller verlaufen, als wir es bei früheren Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland festgestellt haben“, so Herbert Brücker. Den hohen Anteil der Fachkräfte begründet er damit, dass die Geflüchteten in ihren Heimatländern auch ohne Abschluss relativ qualifizierte Tätigkeiten ausgeübt hätten. „In Ländern wie Syrien gibt es für Kfz-Mechaniker keine Lehre wie bei uns. Man lernt im Job.“

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