Konfessionsfreie sind in der Mehrheit

Die Gruppe der konfessionsfreien Deutschen, die keiner Religion angehören, bleibt mit 37 Prozent weiterhin in der Mehrheit. Es folgen Katholiken mit 28 Prozent und evangelische Christen mit 26 Prozent. Der Anteil der Muslime liegt bei rund 5 Prozent.

Das ergeben aktuelle Statistikenund Berechnungen derForschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid). Bei der Bestimmung dieser Zahlen gibt es, wie die fowid einräumt, viele Unsicherheitsfaktoren. So stamme beispielsweise die letzte belastbare Statistik zur Anzahl der Muslime in Deutschland aus der Volkszählung 1987. Für den aktuellen Wert arbeitet fowid mit den Schätzungen und Hochrechnungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aus seinem 2016 veröffentlichten Bericht „Wie viele Muslime leben in Deutschland“. Danach lag die Zahl Ende 2015 zwischen 4,4 und 4,7 Millionen.

Die fowid steht der Giordano-Bruno-Stiftungnahe, die sich für eine säkulare, evolutionär-humanistischen Politik und ein naturalistisches Weltbild einsetzt. Der 2005 gegründeten Forschungsgruppe gehören Soziologen und Religionssoziologen, Politologen, Psychologen, Sozial- und Kulturwisssenschaftler sowie Philosophen an. Die Statistik, die eine Mehrheit der Konfesionsfreien belegt, lässt sich auch anders deuten: Mit 54 Prozent bilden Christen die Mehrheit, wenn man evangelische und katholische als eine Gruppe betrachtet.

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