UNICEF zu Besuch in der Flüchtlingsunterkunft Humboldstraße

Anregende Gespräche, viele neue Ideen und die Aussicht auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit– so lautet das Resümee des Besuchs von UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider und der UNICEF-Mitarbeiterinnen Ceren Güven-Güres und Nicola Brandt in der PLANB-Flüchtlingsunterkunft in Bochum.

Die UNICEF-Vertreter besuchten die Übergangseinrichtung in der Humboldtstraße und sprachen mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von PLANB Ruhr e. V. über das Projekt zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Flüchtlingsunterkünften. PLANB führt sehr erfolgreich eine von bundesweit 25 sogenannten Konsultationsunterkünften. Für das Pilotprojekt wurden sechs Mindeststandards erfasst, diese umzusetzen ist das erklärte Ziel der beteiligten Träger.

  1. Einrichtungsinternes Schutzkonzept
  2. Personal und Personalmanagement
  3. Interne Strukturen
  4. Umgang mit Gewalt- und Gefährdungssituationen/Risikomanagement
  5. Menschenwürdige, schützende und fördernde Rahmenbedingungen
  6. Monitoring

In Angeboten und Maßnahmen, die in der Flüchtlingsunterkunft umgesetzt werden, sollen Frauen und Kinder gestärkt werden und gleichzeitig ein Rahmen geschaffen werden, um sich offen und ohne Zwang treffen und austauschen zu können. PLANB orientiert sich hierbei, ganz im Sinne der Partizipation, nach den Bedürfnissen der Bewohner, initiiert aber rollenübergreifend auch PC-Kurse für Frauen etc. In Zukunft ist unter anderem geplant, die Bildungsarbeit auszubauen, Sprachkurse nur für Frauen ins Leben zu rufen, einen Schutzraum für häusliche Gewalt zu schaffen.

Gleichzeitig konnten die UNICEF-Vertreter sich ein Bild von der Arbeit in der Flüchtlingsunterkunft machen und die Bedürfnisse der Träger festmachen, wo noch Unterstützung benötigt wird.

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der UNICEF und anderen Partnern ins Leben gerufen.

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