Projekt PemM - Pflegeeltern mit Migrationsgeschichte

Die Pflegekinderhilfe steht vor einer Herausforderung: Mittlerweile hat jedes vierte Pflegekind einen Migrationshintergrund. Neue Ansätze, Ideen und Konzepte zur Umsetzung einer kultursensiblen Pflegekinderhilfe sind daher dringend erforderlich. Während des dreijährigen Projektes "Pemm - Pflegeelltern mit Migrationshintergrund" wurden wichtige Erkenntnisse gewonnen, um die Pflegekinderhilfe interkulturell zu öffnen und auch die Familien mit Migrationshintergrund für die wichtige gesellschaftliche Aufgabe zu gewinnen.

Familien mit Migrationshintergrund geraten zunehmend ins Blickfeld und können mit ihrem Potential zu einer interkulturellen Pflegekinderhilfe beitragen. Die Begegnung und Ansprache dieser Familien gestaltet sich für die Fachkräfte häufig stolprig. Um interkulturelle Pflegeverhältnisse umsetzen und etablieren zu können, benötigen wir einen Perspektivwechsel. Die vorhandenen Strukturen und Methoden der Pflegekinderhilfe müsssen somit der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst werden.

In den drei Jahren Projektzeit haben wir in der Zusammenarbeit mit Pflegefamilien, Migrantenselbstorganisationen und Fachkräften der Pflegekinderhilfe Erkenntnisse gewonnen, aus denen neue Ansaätze und Vorgehensweisen zur interkulturellen Pflegekinderhilfe weiter entwicklelt werden können. Im Rahmen eines von uns organisierten Bundesfachtags am 17. Mai 2017 haben wir die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projektes "PemM - Pflegefamilien mit Migrationshintergrund" präsentiert und mit dem Fachpublikum interessante Diskussionen zu diesem Themenbereich führen können. Demnächst wird die Zusammenfassung der Ergebnisse in einer Handreichung erscheinen.

Flyer_Bundesfachtag.pdf

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